Nur einmal im Leben ...
Auch wenn sie weiß, dass es nie passieren wird, träumt die linke Doppelhaushälfte manchmal davon, ganz alleine auf einer grünen Wiese zu stehen oder zumindest einmal in eine andere Richtung schauen zu können, nämlich dorthin, wo ihre Schwester seit ihrer Erbauung an ihr klebt. Nach rechts Richtung Wald und nicht nur geradeaus auf die Straße mit seinen Autos, LKW und Bussen. Viel lieber hätte sie Bäume, die Vögel und vielleicht abends auch mal Fuchs oder Iltis beobachtet.
Aber ihre unzähligen Versuche, sich zu lösen, waren erfolglos.

Ach Herrjeh! Scheidungen unter Menschen sind ja nun schon kompliziert genug (wobei ich das nur vom Hörensagen zu wissen meine und nicht aus eigener Erfahrung). Aber wenn zwei siamesische Häuser diesen Wunsch haben, ist es fast schon tragisch!
AntwortenLöschenDabei sind sie sich doch so ähnlich und die bessere Aussicht auf versöhnlichere Landschaften könnte in der Tat den Beziehungsfrieden fördern. Wer da wohl zuständig ist? Man könnte doch auf dem recht großzügigen Grünstreifen im Bild ein kleines Biotop anlegen … Nicht, dass die beiden so in unterschiedliche Richtungen zerren, dass Risse im Gemäuer entstehen!
Tja, so eine Klette kann den eigenen Radius schon ganz gewaltig einschränken. ;D Aber das ist ja so ein Ding mit den unerfüllten Wünschen; kein Mensch und schon gar kein Haus weiß, wie es ihm damit geht, wenn der plötzlich in Erfüllung geht. Vielleicht würde es sich ja einsam und schutzlos fühlen?
LöschenNun ja, that's life. Ich würde mal sagen, wenn das Leben dir Steine in den Weg legt, bau dir einen Weg draus. Immerhin hat die linke Hälfte so immer eine Stütze an ihrer Seite - sofern nicht die rechte Hälfte auch Abwanderungstendenzen hegt...
AntwortenLöschenLiebe Elke,
Löschenstimmt, umfallen ist nicht, mit einer siamesischen Schwester an deiner Seite. Hmmm.. komisch, die rechte Seite hat gar nichts dazu gesagt?