Mittwoch, 14. November 2018

Mittendrin, statt nur dabei

Spät, aber doch ein Eintrag zum heurigen NaNoWriMo!

Meinen Schwur, den ich letztes Jahr am 30.11. ausgestoßen hatte: Nie mehr! habe ich natürlich gebrochen. Und bin pünktlich am 1.11. wieder zum jährlichen Schreibmarathon angetreten. Der Grund dafür war, dass mir irgendwann im Oktober eine Kurzbeschreibung einer Geschichte eingefallen war, die ich gleich als neue Novel auf der Homepage der NaNoWriMos eingab. Es klang wie etwas, das ich gerne schreiben würde... 
Soweit der Plan. 

Die Realität sah dann etwas anders aus. Ich hatte heuer seit langem mal wieder eine gut halbjährige Schreibpause. Es war keine absolute Nulldiät, kam dem aber schon sehr nahe. Und das bekam ich schon an den ersten drei Tagen im November deutlich zu spüren. 
Mir fehlte schlicht und ergreifend die Schreibroutine und so schaffte ich es trotz Urlaubs kaum, täglich meine erforderliche Sollwortanzahl zu schreiben. Dabei hatte ich geplant, bis Urlaubsende die Hälfte der 50000 Wörter geschrieben zu haben, um es lockerer nehmen zu können, wenn ich wieder arbeite. Hahahaha!
Der Plan war wirklich gut, aber unschaffbar. Auch wurde einfach keine Geschichte aus den Sätzen, die ich da in die Tastatur hämmerte und so beschloss ich nach ca. einer Woche, dass ich den November heuer einfach nur als tägliche Schreibübung verwenden würde. Kein Anspruch auf Handlung, kein entwickeln einer Geschichte, einfach nur schreiben. Ich bleibe natürlich bei Eva, meiner Hauptperson, springe aber wild zwischen heutigen und längst zurückliegenden Situationen hin und her. Beschreibe ihr Äußeres, erzähle von ihren Freizeitbeschäftigungen und Plänen. 
Sollte sich aus all diesen Einzelteilen irgendwann mal eine Geschichte ergeben, wäre das erstaunlich und wunderbar, wenn nicht, bin ich wenigstens wieder gut ins tägliche Schreiben reingekommen. 
Heutiger Stand der geschriebenen Worte: 24.417

Mittwoch, 14. Februar 2018

Zugzauber

Ich fahre gerne mit dem Zug und ich beobachte gerne Menschen. Zwei Dinge, die sich ganz wunderbar kombinieren lassen.
Wenn ich am Bahnsteig stehe fallen mir in erster Linie die Verhalten auf, die sich immer und immer wieder wiederholen. Die - so schließe ich daraus - müssen eine tiefere Bedeutung oder aber eine durchschlagende Wirkung haben. Sonst würden sie doch nicht von so vielen Menschen Tag für Tag und Jahr für Jahr wiederholt werden.
Die anderen, die mir auffallen, sind die ganz individuellen, die im Gegensatz zu den als erstes genannten, aus der Masse herausstechen. Dazu schreibe ich vielleicht ein anderes Mal mehr, heute soll es um die lange und oft erprobten und scheinbar für gut befundenen gehen.
Da gibt es zum Beispiel:

Das Ansaugen eines (verspäteten) Zuges:
Nicht nur, aber hauptsächlich, wenn ein Zug verspätet ist hilft es ungemein, wenn möglichst viele potentielle Fahrgäste sich ganz an den Rand des Bahnsteiges stellen und in die Richtung sehen, aus der der Zug kommen wird. Je stärker die Neigung des Saugers zum Gleis, desto stärker die Wirkung. Ich glaube, die Zeitersparnis lässt sich berechnen aus den Milli- und Zentimetern, die die Körper in die Zuglinie ragen.

Alternativ dazu hilft es auch (besonders bei Ortsunkenntnis oder allgemeiner Verwirrtheit) dabei in die Richtung zu sehen, in die der Zug fahren wird. Das soll ihm durch die ihm zugewandten Rücken zeigen, dass er sich beeilen solle, sonst würden die Fahrgäste den Weg zu Fuß antreten.

Ebenfalls sehr wirksam ist das regelmäßig wiederholte und gegen Eintreffen des Zuges in seiner Frequenz zunehmende sehen auf die Fahrplan App. Diese wiederholte Kontrolle ist sehr wichtig um zu vermeiden, dass der Zug sich ungeliebt und ungewollt fühlt und beschließt ein oder zwei Haltestellen früher seinen Dienst zu quittieren oder aber an diesem Tag in eine ganz andere Richtung weiterzufahren.

Auch das Befragen der umstehenden Wartenden war früher eine beliebte Methode, das Eintreffen des Zuges zu beschleunigen, nimmt aber in Zeiten des Wischfons, in denen das Mißtrauen in das geschriebene Wort nicht mehr so stark vertreten ist, deutlich ab.


Die Bremshilfe für einfahrende Züge:

Sofern sich nicht die Sauger als lebende Rammböcke für den einfahrenden Zug zur Verfügung stellen ist es unbedingt nötig, sich kurz vor und während des Einfahrens des Zuges erst in ein paar Schritten ganz an den Bahnsteigrand und dann IN Fahrtrichtung zu bewegen (ganz unabhängig davon, wo am Bahnsteig man sich zuvor aus welchem Grund positioniert hat) und dann plötzlich, sobald er langsamer wird, wieder in die Gegenrichtung. Bei diesem Zauber dürften die Vorschriften und Anleitungen etwas widersprüchlich sein. Man sieht immer wieder Zauberlehrlinge die noch in Fahrtrichtung tapsen, während andere schon die Richtung gewechselt haben, zurückgehen und irgendwann unweigerlich mit der ersten Gruppe zusammenstoßen.
Unwissende (wie ich), die diese Phänomene nur von außen betrachten, bleiben am besten ein bis zwei Meter weiter hinten stehen, denn ein herantreten an den Bahnsteigrand ohne sich dann dieser Wellenbewegung anzuschließen, führt unweigerlich zu großer Verwirrung, Aggression oder gar Panik der Hin- und Herwankenden. Sie fühlen sich und ihren Zauber nicht ausreichend gewürdigt, was im wiederholten Falle zu Lebenskrisen führen kann und daher unbedingt vermieden werden soll.

Samstag, 20. Januar 2018

Überfluss

Kann ja dieses oder jenes bedeuten.
Wenn die Badewanne überfließt oder gar das WC ist die Freude der Betroffenen oft verhalten. Der „andere“ Überfluss ist da oft willkommener.

Geld und materielle Waren im Überfluss, scheinen für manche Menschen glücksbringend zu sein. Wie sonst könnte man sich das Kaufverhalten der heutigen Zeit erklären?
Nur gibt es da scheinbar doch einen Haken, denn es wird ja nicht nur GE- sondern beinahe gleich viel auch wieder VERkauft. Wenn man heute, gut eine Woche nach Weihnachten in diverse Verkaufsforen oder auch nur – so wie ich – in das betriebsinterne Forum schaut, purzelt einem eine bunte Mischung an Angeboten entgegen.
Da gibt es beinahe alles von Kinderbücher, Lego, Playmobil, Hüttensocken und Couchtischen über Tablets, Handys und Infrarotkabinen bis hin zu Theaterkarten, Eislaufschuhen, Eckreihen- oder Einfamilienhäusern und Kamerunschafen (!). Wer möchte, kann so ganz einfach vom Arbeitsplatz aus, sein Glück vermehren. Oder war es doch nicht das Glück, sondern nur das Glump?
Und wohin mit dem Glump, wenn keiner es will? Dann wandert so vieles, was kein Glück gebracht hat, ganz schnell in die Tonne oder eben auch daneben, weil auch die Auffangbehälter für den überflüssigen Überfluss schon überfließen vor lauter Glxxx.             

Samstag, 2. Dezember 2017

Geschafft! Das war der NaNoWriMo 2017

Nach einem Tag Pause hier noch ein kurzes Resumee meiner ersten Teilnahme am NaNoWriMo.
Zuerst das allerwichtigste: ich hab's geschafft! 😃😃😃😃😃

Wie? Keine Ahnung. 
Sicher ist nur, ich habe den Aufwand zu Beginn unterschätzt. Zwar schreibe ich gerne und auch regelmässig, aber wenn ich für mich mal einen Tag aussetze oder nur ein paar Gedanken notiere, schreibe ich am nächsten Tag einfach "normal" weiter. Beim NaNoWriMo bedeutet allerdings einen Tag weniger zu schreiben, dass das am nächsten Tag aufgeholt werden muss. Das hieß dann schon mal 3 Stunden oder mehr fürs Schreiben reservieren zu müssen dürfen. 
Geschrieben habe ich - außer am 1.11. - jeden Tag und es waren im Schnitt: 1668 Wörter (zwischen 72 und 3465).
Besonders schön war der letzte Abend, den habe ich mir sehr angenehm gestaltet. Es waren nur mehr gut 900 Wörter offen und ich habe ganz langsam und bedächtig vor mich hingetippt.
 

Und jetzt?
Suche ich mir wieder ein paar Kurzgeschichtenwettbewerbe für nächstes Jahr und werde in ein oder zwei Wochen mal durchlesen, was ich da im November so geschrieben habe. Vielleicht kann ich ja damit weiterarbeiten, vielleicht lege ich es auch nur unter "Erfahrung gemacht" ab oder ich verwende Teile davon für etwas Neues weiter. 
Ich werde berichten!

Sonntag, 19. November 2017

NaNoWriMo - welches Genre hab ich gewählt?

Wenn man sich für den NaNoWriMo registriert, kann man seinen Romantitel eingeben und das Genre auswählen. Einfach so aus Jux und Tollerei (und weil ich wußte, dass dieses Projekt spätestens am 30.11.17 sein Ende findet), habe ich mich für "Romance" entschieden. 
Wer mich kennt weiß, dass ich Liebesromane nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbüchern zähle, aber ach, einmal im Leben kann auch ich versuchen, über meinen Schatten zu springen. 
Voll motiviert schrieb ich los. Es gab eine Ich-Erzählerin und einen Mann, den sie treffen wollte. Aber der Saukerl tauchte einfach nicht auf. Ich schrieb und schrieb, aber erst nach ein paar Tagen ließ er sich blicken. 
"Jetzt geht's los", dachte ich bei mir und schrieb, was die Tasten hergaben. Und was passiert? Der Typ muss natürlich ein Verbrechen beobachten und wird schon nach ein paar Tagen ermordet! Liegt mausetot auf ihrer Couch herum und sie kann sich jetzt mit Polizeibeamten und einer Mordaufklärung herumschlagen. Tststs... 
Aber gut, ich hab's probiert!

Mittwoch, 15. November 2017

Halbzeit - NaNoWriMo 2017

Hurra! Die erste Hälfte ist geschafft.
Naja - um ganz ehrlich zu bleiben: die erste Hälfte des Monats November ist geschafft. Bei der Wortanzahl hinke ich noch ein kleines bißchen hinten nach, habe aber heute noch knapp zwei Stunden Schreibzeit für mich vorgesehen.

Bisher lief es "eigentlich" ganz gut, wenn ich das Ganze auch ein klein wenig unterschätzt habe. 
Jeden Tag schreiben? Kein Problem! (dachte ich)
Mindestwortanzahl erreichen? Kein Problem, wenn es mal läuft einen Puffer herausschreiben, dann kannst du mal an einem Tag etwas rumschlunzen. (dachte ich)
Fakt ist: ich habe schon mit einem Tag Verspätung angefangen und die ersten fünf Tage einfach nur versucht aufzuholen. Nachdem ich das geschafft hatte, ließ der Druck zwar etwas nach, dafür zeigte sich meine Geschichte plötzlich als äußerst zäh.
Da freut man sich dann auch über solche Kleinigkeiten!
 Seit dem vergangenen Wochenende schreibt es sich zwar wieder etwas leichter, aber da kam gestern plötzlich diese absolute Unlust abends noch zu schreiben. Erst zwang ich mich dazu, aber nach drei Sätzen hörte ich auch schon wieder auf. Also knapp vor der Halbzeit ein Totalausfallstag. Daher heute wieder die doppelte Dosis  -  hurra! 

Und so sahen Tag 6  bis heute aus:
Tag 6 -  10036 (10.000er Grenze überschritten! Yipiieh!!)
Tag 7 -  11849
Tag 8 -  14266 (da saß ich alleine über zwei Stunden am ausgeschriebenen Treffpunkt für das Salzburger Schreibtreffen herum und so blieb mir nichts anderes übrig, als zu schreiben! Super Tag!!)
Tag 9 -   15308 (der nächste Schwache folgte sofort darauf)
Tag 10 -  17412
Tag 11 -  18938
Tag 12 -  20234
Tag 13 -  22843
Tag 14 -  22914 (Totalausfall)
Dafür kommt langsam so etwas wie Spannung auf, wie sich diese Geschichte weiter entwickeln wird. Ich hatte da heute so eine Idee, mal sehen, ob meine Hauptfiguren da mitspielen!

Sonntag, 5. November 2017

NaNoWriMo - Erste Tage

Die ersten fünf Tage des National Novel Writing Month sind vorbei/überstanden. Schön langsam wird mir das vielschreiben gewohnter, aber besonders am Tag 3 (meinem 2. Schreibtag) habe ich ganz schön gekämpft um überhaupt mal mit dem Schreiben anzufangen!
Aber damit ihr seht, dass ich dabei bin aufzuholen, hier meine Wörteranzahl der ersten fünf Tage:

Tag 1 - 0  (weil noch nicht angemeldet)
Tag 2 - 1257 
Tag 3 - 3295
Tag 4 - 5665
Tag 5 - 7943

Damit liege ich zwar noch immer hinter der errechneten Anzahl an Wörtern, die ich bisher haben sollte, aber die Differenz Haben-Soll nimmt immer mehr ab!
Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Nächsten Mittwoch habe ich mal ein Treffen für Salzburg ausgeschrieben. Mal sehen, ob sich da noch andere Schreibwütige melden. ⛾⛾⛾