Samstag, 15. Dezember 2018

Höhere Intelligenz?

Es gibt Tage, bzw. Abende, da neige ich dazu, meinem Laptop oder auch dem Internet eine höhere Intelligenz zuzugestehen. 
Wenn ich mal wieder aus Langeweile oder als Ersatzbefriedigung (besonders in trainingsfreien oder - armen Zeiten neige ich dazu, mir meine Dosis Sport dadurch zukommen zu lassen, indem ich online einkaufe. Laufschuhe oder -bekleidung, Zubehör für mein Rennrad, Radtaschen für den nächsten Wochenendausflug. Manchmal suche ich mir auch mögliche Bewerbe aus und melde mich an  -  gerne auch plus dazugehöriger Hotelreservierung! Nicht, dass ich diese Dinge nicht irgendwann auch mal verwenden werde, aber wirklich "brauchen" ist etwas anderes...) im Internet rumschnurke, kommt es immer wieder vor, dass ich von "Fehlfunktionen" ausgebremst werde. 
Da bin ich schon beim Abschluss der Bestellung, aber das SMS für den angeforderten Überweisungs-TAC kommt einfach nicht an. Beim Zweitversuch funktioniert die Weiterleitung auf die Zahlungsseite nicht mehr und (alle guten Dinge sind drei) beim letzten Versuch bekomme ich bei zwei der drei gewünschten Artikel den Hinweis: vorübergehend nicht verfügbar oder aber die Internetverbindung bricht ab. 
Ärgern kann mich das alles aber nicht (mehr). Meistens sehe ich es als Wink des Schicksals, meine Bestellung noch mal zu überdenken. Wenn ich am nächsten Tag noch immer davon überzeugt bin, die Dinge zu brauchen, kann ich sie erneut bestellen. Und wenn nicht, erspare ich mir durch die Fehlfunktionen eine (teure) Rücksendung oder den Ärger über einen Fehlkauf im Kleiderkasten!



Freitag, 30. November 2018

Done!

Gut 16 Stunden vor der Deadline habe ich es auch heuer wieder geschafft! Ein wenig unwillig war ich zwischendurch schon, weil sich einfach keine durchziehende Handlung zeigen wollte. Doch siehe da, ein paar Tage vor Monatsende zeigt sich plötzlich ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Teilen! Dann lief es auch wieder runder und heute Morgen habe ich die letzten 1000 Wörter getippt. 

Eigentlich wollte ich ja gestern fertig werden und heute einen Ruhetag einlegen, weil ich morgen nämlich auf ein Schreibseminar fahre (ok, an meinem Timing muss ich noch arbeiten!), war gestern Abend nach dem Schwimmtraining aber einfach zu müde. 24h Pause müssten aber im Grunde auch reichen.😃

Freitag, 23. November 2018

Vorausschauend

Die Gartensaison 2018 ist beendet. Das neue Futterhäuschen hängt und ist gefüllt bis oben hin.
Und was pflanze ich nächstes Jahr? Zutaten für den ersten Krimi?

Dienstag, 20. November 2018

Auszug

Ein kleiner Auszug, aus dem heute geschriebenen.

*** Eine Frau, die mit Einkaufstaschen auf der Seite steht mischt sich ein. Der Bus hat ihn geschnitten, er hatte keine...
Der Polizist sagt zu ihr: Danke für ihre Beobachtung, wären sie so nett bei meinem Auto auf mich zu warten, ich werde ihre Aussage gleich aufnehmen, wenn ich hier mit den Betroffenen fertig bin. 
Sie bleibt mitten im Satz stecken, schaut ein wenig ängstlich hin und her und nickt dann. Aber ich muss doch nach Hause, sagt sie jetzt zu einer jungen Frau, die neben ihr steht.
Dann hätten sie wohl ihre Klappe halten sollen, grinst die jetzt frech zurück. Wenn sie jetzt gehen, ist das so was wie Fahrerflucht und kann bestraft werden, zuckt mit den Achseln und geht.
Stimmt das? denkt sich die Frau.
Wieso weiß ich, was sie denkt, wundert sich Eva. Und du hör auf zu rechnen und bleib mit deiner Aufmerksamkeit bei mir, schimpft sie jetzt. Ich habe es ziemlich satt, dass du mir erst eine Geschichte widmen willst und es dann nicht mal schaffst ein paar zusammenhängende Seiten zu schreiben. Dauernd springst du hin und her in meiner Biographie. Dann bekommt Renate einen Absatz, der flüssiger ist, als alles, was du über mich geschrieben hast. Wieso machst du denn nicht sie zu deiner Hauptfigur?
Hä?
Dann hätte Robert mal wieder gewonnen. Sein Leben ist ja soviel interessanter als meines, oder? Das findest du doch auch. Was bist du nur für eine erbärmliche Schreiberin.
Bin ich nicht, liebe Eva. antworte ich ruhig. Ich widme dir 90% der Geschichte. Dass ich nicht bei deinem Misserfolg mit der Vorstellung in dem Hotel verblieben bin liegt daran, dass ich zeigen will, dass du mehr bist, als ein patschertes Weib, das es nicht mal schafft, pünktlich zu einem Vorstellungsgespräch zu erscheinen. Dass es auch ganz andere Seiten in deinem Leben gibt und gab.
Das hat gesessen.
Eva kaut auf ihrer Unterlippe herum. Aber ich bekomme irgendwie keine Handlung, das nervt. 
Das nervt mich auch, liebe Eva. Aber gerade heute, wo dir mal was ganz ganz spektakuläres passiert, lässt du mich nicht weiterschreiben, sondern fängst an zu nörgeln. Du machst es mir wirklich nicht leicht.
Ok, nickt Eva. Ich mache wieder mit. Aber was meinst du mit spektakulär?
Konzentrier' dich jetzt wieder auf das, was gerade mit dir passiert, dann wirst du es schnell merken.

Also steht Eva wieder schulterzuckend in ihrer Szene. Immer noch ein wenig muffig. Die Vorlaute ist weg, die Gschaftige spaziert wirklich zum Einsatzwagen und wartet dort. Ein wenig aufgeregt, aber auch stolz, dass sie gleich eine Aussage machen muss. Dass sie wichtig ist. Das ihr Wort wichtig ist. Weil, sie hat es ja ganz genau gesehen. Der Bus ist völlig rücksichtslos von seiner auf die Linksabbiegespur gefahren. Der kleine LKW hätte bremsen müssen, um den Unfall zu verhindern. Dass ihr der Polizist nach ihrer Aussage erklären wird, dass der Bus laut StVO Vorrang hatte und somit völlig im Recht war, wird sie ärgern. Wo sie doch schon einen Schuldigen für sich gefunden hat, kommt ein Polizist daher, der vom Alter her ihr Sohn sein könnte und erklärt ihr, dass sie Unrecht hat? Das geht ja gar nicht. Es wäre übrigens schön, wenn sich ihr eigener Sohn mal wieder bei ihr melden würde. Viel sieht sie ja nicht von ihm, in letzter Zeit. Sie war ja schon dagegen gewesen, dass er auszieht. Eigene Wohnung, was sollte das denn bitte?  ***


Für heute reicht es mir, ich gehe jetzt mal putzen. Vielleicht passiert in der Zwischenzeit noch etwas, was ich später aufschreiben kann!

Mittwoch, 14. November 2018

Mittendrin, statt nur dabei

Spät, aber doch ein Eintrag zum heurigen NaNoWriMo!

Meinen Schwur, den ich letztes Jahr am 30.11. ausgestoßen hatte: Nie mehr! habe ich natürlich gebrochen. Und bin pünktlich am 1.11. wieder zum jährlichen Schreibmarathon angetreten. Der Grund dafür war, dass mir irgendwann im Oktober eine Kurzbeschreibung einer Geschichte eingefallen war, die ich gleich als neue Novel auf der Homepage der NaNoWriMos eingab. Es klang wie etwas, das ich gerne schreiben würde... 
Soweit der Plan. 

Die Realität sah dann etwas anders aus. Ich hatte heuer seit langem mal wieder eine gut halbjährige Schreibpause. Es war keine absolute Nulldiät, kam dem aber schon sehr nahe. Und das bekam ich schon an den ersten drei Tagen im November deutlich zu spüren. 
Mir fehlte schlicht und ergreifend die Schreibroutine und so schaffte ich es trotz Urlaubs kaum, täglich meine erforderliche Sollwortanzahl zu schreiben. Dabei hatte ich geplant, bis Urlaubsende die Hälfte der 50000 Wörter geschrieben zu haben, um es lockerer nehmen zu können, wenn ich wieder arbeite. Hahahaha!
Der Plan war wirklich gut, aber unschaffbar. Auch wurde einfach keine Geschichte aus den Sätzen, die ich da in die Tastatur hämmerte und so beschloss ich nach ca. einer Woche, dass ich den November heuer einfach nur als tägliche Schreibübung verwenden würde. Kein Anspruch auf Handlung, kein entwickeln einer Geschichte, einfach nur schreiben. Ich bleibe natürlich bei Eva, meiner Hauptperson, springe aber wild zwischen heutigen und längst zurückliegenden Situationen hin und her. Beschreibe ihr Äußeres, erzähle von ihren Freizeitbeschäftigungen und Plänen. 
Sollte sich aus all diesen Einzelteilen irgendwann mal eine Geschichte ergeben, wäre das erstaunlich und wunderbar, wenn nicht, bin ich wenigstens wieder gut ins tägliche Schreiben reingekommen. 
Heutiger Stand der geschriebenen Worte: 24.417

Mittwoch, 14. Februar 2018

Zugzauber

Ich fahre gerne mit dem Zug und ich beobachte gerne Menschen. Zwei Dinge, die sich ganz wunderbar kombinieren lassen.
Wenn ich am Bahnsteig stehe fallen mir in erster Linie die Verhalten auf, die sich immer und immer wieder wiederholen. Die - so schließe ich daraus - müssen eine tiefere Bedeutung oder aber eine durchschlagende Wirkung haben. Sonst würden sie doch nicht von so vielen Menschen Tag für Tag und Jahr für Jahr wiederholt werden.
Die anderen, die mir auffallen, sind die ganz individuellen, die im Gegensatz zu den als erstes genannten, aus der Masse herausstechen. Dazu schreibe ich vielleicht ein anderes Mal mehr, heute soll es um die lange und oft erprobten und scheinbar für gut befundenen gehen.
Da gibt es zum Beispiel:

Das Ansaugen eines (verspäteten) Zuges:
Nicht nur, aber hauptsächlich, wenn ein Zug verspätet ist hilft es ungemein, wenn möglichst viele potentielle Fahrgäste sich ganz an den Rand des Bahnsteiges stellen und in die Richtung sehen, aus der der Zug kommen wird. Je stärker die Neigung des Saugers zum Gleis, desto stärker die Wirkung. Ich glaube, die Zeitersparnis lässt sich berechnen aus den Milli- und Zentimetern, die die Körper in die Zuglinie ragen.

Alternativ dazu hilft es auch (besonders bei Ortsunkenntnis oder allgemeiner Verwirrtheit) dabei in die Richtung zu sehen, in die der Zug fahren wird. Das soll ihm durch die ihm zugewandten Rücken zeigen, dass er sich beeilen solle, sonst würden die Fahrgäste den Weg zu Fuß antreten.

Ebenfalls sehr wirksam ist das regelmäßig wiederholte und gegen Eintreffen des Zuges in seiner Frequenz zunehmende sehen auf die Fahrplan App. Diese wiederholte Kontrolle ist sehr wichtig um zu vermeiden, dass der Zug sich ungeliebt und ungewollt fühlt und beschließt ein oder zwei Haltestellen früher seinen Dienst zu quittieren oder aber an diesem Tag in eine ganz andere Richtung weiterzufahren.

Auch das Befragen der umstehenden Wartenden war früher eine beliebte Methode, das Eintreffen des Zuges zu beschleunigen, nimmt aber in Zeiten des Wischfons, in denen das Mißtrauen in das geschriebene Wort nicht mehr so stark vertreten ist, deutlich ab.


Die Bremshilfe für einfahrende Züge:

Sofern sich nicht die Sauger als lebende Rammböcke für den einfahrenden Zug zur Verfügung stellen ist es unbedingt nötig, sich kurz vor und während des Einfahrens des Zuges erst in ein paar Schritten ganz an den Bahnsteigrand und dann IN Fahrtrichtung zu bewegen (ganz unabhängig davon, wo am Bahnsteig man sich zuvor aus welchem Grund positioniert hat) und dann plötzlich, sobald er langsamer wird, wieder in die Gegenrichtung. Bei diesem Zauber dürften die Vorschriften und Anleitungen etwas widersprüchlich sein. Man sieht immer wieder Zauberlehrlinge die noch in Fahrtrichtung tapsen, während andere schon die Richtung gewechselt haben, zurückgehen und irgendwann unweigerlich mit der ersten Gruppe zusammenstoßen.
Unwissende (wie ich), die diese Phänomene nur von außen betrachten, bleiben am besten ein bis zwei Meter weiter hinten stehen, denn ein herantreten an den Bahnsteigrand ohne sich dann dieser Wellenbewegung anzuschließen, führt unweigerlich zu großer Verwirrung, Aggression oder gar Panik der Hin- und Herwankenden. Sie fühlen sich und ihren Zauber nicht ausreichend gewürdigt, was im wiederholten Falle zu Lebenskrisen führen kann und daher unbedingt vermieden werden soll.

Samstag, 20. Januar 2018

Überfluss

Kann ja dieses oder jenes bedeuten.
Wenn die Badewanne überfließt oder gar das WC ist die Freude der Betroffenen oft verhalten. Der „andere“ Überfluss ist da oft willkommener.

Geld und materielle Waren im Überfluss, scheinen für manche Menschen glücksbringend zu sein. Wie sonst könnte man sich das Kaufverhalten der heutigen Zeit erklären?
Nur gibt es da scheinbar doch einen Haken, denn es wird ja nicht nur GE- sondern beinahe gleich viel auch wieder VERkauft. Wenn man heute, gut eine Woche nach Weihnachten in diverse Verkaufsforen oder auch nur – so wie ich – in das betriebsinterne Forum schaut, purzelt einem eine bunte Mischung an Angeboten entgegen.
Da gibt es beinahe alles von Kinderbücher, Lego, Playmobil, Hüttensocken und Couchtischen über Tablets, Handys und Infrarotkabinen bis hin zu Theaterkarten, Eislaufschuhen, Eckreihen- oder Einfamilienhäusern und Kamerunschafen (!). Wer möchte, kann so ganz einfach vom Arbeitsplatz aus, sein Glück vermehren. Oder war es doch nicht das Glück, sondern nur das Glump?
Und wohin mit dem Glump, wenn keiner es will? Dann wandert so vieles, was kein Glück gebracht hat, ganz schnell in die Tonne oder eben auch daneben, weil auch die Auffangbehälter für den überflüssigen Überfluss schon überfließen vor lauter Glxxx.