Sonntag, 23. März 2025

Augen auf bei der Berufswahl III - Die Falschspielerin

Plötzlich stand er drohend, in seiner vollen Körpergröße vor ihr und nestelte etwas hinter seinem Rücken hervor. Frau Müstiger, sie sind verhaftet. Wir haben eindeutige Videobeweise. Aus dieser Perspektive sah auch sie die Videokamera in der linken Ecke. So wie er ihr die Handschellen anlegte, wirkte er beinahe zärtlich. Seine Miene war aber noch immer wie aus Stein gemeißelt und zeigte keine Regung. Angestrengt überlegte Lisa, wann sie aufgeflogen war. Zugegeben, als Falschspielerin in eine Pokerrunde mit pensionierten Kriminalbeamten zu geraten, war Pech. Oder schlechte Vorbereitung. Aber Sabine hatte so getan, als sei das eine völlig normale Runde. Dieses Biest!



Puzzle Drabble 21.3.25: Biest - zugeben - zärtlich


5 Kommentare:

  1. Aber echt: Biest!

    Falschspielerin wäre in der Tat zu bestimmten Zeitpunkten meines Lebens eine hübsche Vorstellung für die Berufswahl gewesen. Wobei ich nicht pokern konnte sondern mir BlackJack Spaß gemacht hat zu Spielcasinozeiten :-D

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. So so! Hast du denn auch mal größere Summen gewonnen, die dir die Spielerinnenkarriere realistisch erscheinen ließen?

      Löschen
    2. Tja - zu meinen Zockerinnenzeiten war ich ziemlich abgebrannt und schon deshalb nie im Besitz „größerer Summen“. Außerdem viel zu sehr auf „sparsam und vernünftig“ erzogen, als dass ich es fertiggebracht hätte, bei halbwegs passablen Gewinnen alles wieder auf den Kopf zu hauen.
      Meistens haben wir in einer Gruppe privat gespielt (17+4, Darts und alle möglichen idiotischen Wetten) und nur sehr selten ging‘s ins Casiono. Dort war ich einmal so auffällig, dass der Geldwechsler am Schalter mich trotz gut besuchtem Casino am Wochenende (in Bad Bentheim) viele Stunden später noch erkannte und sich erinnerte, dass ich 50 DM gewechselt hatte.
      Er stapelte die auf einen Stapel als ich die Jetons umtauschen wollte und meinen Gewinn von … ich glaube, es waren 30 oder 40 DM … auf die andere Seite und meinte: „Na, einmal schön essen gehen ist davon drin“ ;o)
      Ich habe immer versucht, wenigstens Eintritt, Fahrtgeld und ein kleines Plus mit nach Hause zu nehmen. Es ging mir mehr ums Gucken als ums Zocken. Insofern vermutlich doch der falsche Beruf …

      Löschen
  2. Gefällt mir gut! Mir ist aufgefallen, dass der Ausdruck "Biest" eigentlich nur Frauen und Kindern und Tieren zuteil wird, mit einem Quäntchen der von dir angedeuteten Anerkennung und Zärtlichkeit, vielleicht. Das "Feierbiest" gilt vielleicht auch mal einem jungen Mann, aber sonst? Hm. Ich finde, dein Drabble hat Fortsetzungspotential. LG

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hmmmm... stimmt. Bei Männern würde ich eher von einem Dreckskerl sprechen, als von einem Biest.
      Eine Fortsetzung? Ich weiß nicht so recht ... Knastalltag ist ja nicht so mein Spezialgebiet. ;)

      Löschen